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Gleisreinigung - Punktkontakte

Oft wird beim 3-Leiter-System Werbung mit der Kontaktsicherheit gemacht. Ich habe persönlich ganz andere Erfahrungen gemacht. Der heute meines Erachtens kleine Vorteil liegt nur darin, dass die Kehrschlaufenproblematik und die Herzstückpolarisation wegfällt. Doch genau letztere habe ich bei meinen Doppelweichen wieder eingeführt. (Dieses Thema findest Du dann ebenfalls bei den Tipps und Tricks).

Was mir seit der Einführung der Digitaltechnik aufgefallen ist, ist dass meine Loks immer wieder stehen bleiben, da Stromunterbrüche vorhanden sind. So habe ich auch Tests mit Stützkondensatoren für die Decoder gemacht, nicht mit grossem Erfolg. Doch eines ist bleibt die Basis: Saubere Gleise!

Ein grosser Irrtum der 3-Leiter-Fahrer ist jedoch, dass sie meinen, dass die Reinigung der Schienenköpfe ausreichend sei. Falsch, die Punktkontakte müssen ebenfalls gereinigt werden. Ich selber verwende dazu einerseits einen Diamantschleifer aus dem Hause Hag Modellbahnen, den ich ab und zu im Reinigungszug mitlaufen lasse. An hartnäckigen Stellen wickle ich mir Schleifpapier mit der Körnung 600 um den Finger und fahre auf den Punktkontakten damit 2 bis 3 mal hin und her! Erstaunlicherweise bleibt so immer ein rechter "Dreck" auf dem Schleifpapier zurück.

Von Lux gibt es inzwischen einen Mittelleiter-Schleifwagen. Damit  habe ich jedoch noch keine Erfahrung, aber er scheint sinnvoll zu sein.

Für die Gleisreinigung, gibt es verschiedene Ansätze. Einer ist die Verwendung des Roco Schleifgummis. Die Meinungen dazu sind kontrovers. Manchmal verwende ich ihn, wenn nichts mehr geht. Im Normalfall verwende ich Spiritus und ein altes Stück nicht fusselnden Stoff und reinige damit die Gleise manuell. In den Zügen sind überall die Reinigungszwerge von Noch montiert. Sie sind sehr effizient; manchmal werden die auch mit Spiritus getränkt.

Von Zeit zu Zeit lasse ich den Staubsauger von LUX mitlaufen. Erstaunlicherweise sammelt er immer wieder viel Dreck auf.

 

Kontaktsicherheit bei den Loks

Radschleifer von Hag, neue und alte Generation
HAG Radschleifer
HAG Radschleifer

Bei den Loks herrscht meiner Meinung nach ein grosser Bedarf für die Verbesserung der Stromabnahme.

Ich habe nun begonnen, die Loks mit zusätzlichen Radschleifern auszurüsten. Diese Radschleifer werden dann auch direkt mit der Masse der Lok verbunden. Ebenso werden die Schleifer zusätzlich verdrahtet. Zwischen dem effektiven Schleiferstück und der Feder besteht die Gefahr, dass dieser Bereich korrodiert und schlechten Kontakt produziert. Dieser Bereich zwischen dem Schleiferstück und der Feder wird mit einer ganz feinen Litze, wie ich sie zur Decoderverdrahtung verwende, überbrückt.

All diese Massnahmen reduzieren die Kontaktprobleme aber sie beheben sie nicht vollständig. Meines Erachtens müssten auch die Decoderhersteller noch etwas dazutun, so dass die Decoder nicht so stark auf Stromausfälle reagieren. Lenz hat mit seinem Kondensatorenpaket einen Schritt in diese Richtung getan. Doch der Preis sit jenseits von gut und böse. Meine eigenen Tests mit Kondensatoren sind noch nicht vollständig erfolgreich. Ich bleibe dran.

Die ultimative Lösung ESU Lopi 4 mit Powerpack

ESU Lokpilot IV Powerpack in HAG RE 450
ESU Lokpilot IV Powerpack in HAG RE 450

Pascal Pfeffer von Starrail hat mir einige Schwachstellen bei den verschiedenen Lokfabrikaten aufgezeigt, trotzdem ruckeln sie immer wieder oder bleiben sogar stehen.

Ich habe nun Tests mit dem ESU Lopi 4 gemacht und kann feststellen, dass das Stehenbleiben nicht ursächlich durch die Decoder verursacht wird. Die Ursache liegt tatsächlich an Kontaktproblemen zwischen Schiene und Lok (oder auch in der Lok). Dann  habe ich weitere Versuche gemacht, in dem ich ein Powerpack (grüner Kondensator im Bild links) an die Lopi 4 angeschlossen habe, und siehe da, die kurzzeitige Pufferung bringt es tatsächlich. Die Loks fahren absolut problemlos, bleiben weder auf komplexen Weichenstrassen noch im gut zugänglichen Schattenbahnhof stehen.

Nun habe ich von Lenz auch die Powerpacks bestellt  und hoffe, dass ich die ATL plus Decoder damit puffern kann. So kann ich die beiden Podukte miteinander vergleichen. Nachträglich habe ich festgestellt, dass ich die Gartenbahnversionen der Powerpacks bestellt habe; ich hoffe ich krieg die auch in die H0 Loks rein. Aber bei HAG hat es ind der Lok noch viel Platz und notfalls schneiden wir ein Loch ins Dach. :-)  (Nachtrag: nein die Dinger waren wirklich zu gross und ich konnte sie meinem Lieferanten zurückgeben.)

In der Vergangenheit machte ich Versuche mit einem Eigenbau mit Kondensator und Diode etc., was aber nicht befriedigend war. Die beiden Profiversion von Lenz und ESU haben wohl ihren Preis, aber es ist auch einiges an Technik drinn. Nun werden mit der Zeit alle stotternden Loks auf ESU Lopi 4 mit Powerpack umgerüstet.

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Letzter Update: 08.03.2013, 21:00