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Fragen zum Anschluss von Optokopplern

Ich verwende mehrere RS-16-O von Littfinski im Zusammenhang mit einer 3-Leiter Anlage die mit Lenz gesteuert, in mehrere Boosterkreise aufgeteilt und mit dem RS-Bus rückgemeldet wird. Dabei sind für mich noch folgende Fragen offen:

Frage 1) Fall mit nur einer Zentrale

Die Optokoppler können im schlechtesten Fall Gleise von mehreren Boosterkreisen überwachen. Der Ref-Punkt der Optokoppler  geht ja bei Lenz auf den Anschluss K. (Bei einem 3-Leitersystem ist dies der Mittelleiter) Das heisst man müsste dann ja K von mehreren Booster verbinden, was einem Zusammenschluss der Booster gleich käme. Soll ich da für den Ref-Punkt einen separaten Booster verwenden oder spielt es keine Rolle welchen Anschluss K ich verwenden werde?

Frage 2) Fall mit zwei oder drei Digitalzentralen.

Zentrale 1 Fahren; Zentralen 2  und 3 Schalten und Melden

Soll in diesem Fall eine vollständig unabhängige Verdrahtung der Steuerleitungen J und K zu den Rückmeldern (auch natürlich zu den Weichenschaltdecodern) von der Zentrale 2 aus mit einem eigenen völlig unabhängigen Booster realisieren und dann das K auf diesen Booster ziehen?

Hier die prompte Antwort von Peter Littfinski (übrigens Lenz hat diese Frage nicht beantwortet!)

"so wie Sie es beschreiben, verwenden Sie den RS-16-O um die Kontaktgleise (eine isolierte Schiene) auf Ihrer 3-Leiter Anlage zu überwachen. 

Dabei sind die 16 Eingänge der RS-16-O jeweils mit einem Kontaktgleis und der Referenzeingang mit "K" verbunden. "K" versorgt auch die Mittelleiter Ihrer Anlage und "J" die Schienen.

Es ist durchaus möglich, für die unterschiedlichen Boosterstromkreise nur die Mittelleiter zu isolieren. Die Digitalpole "J" aller Boosterstromkreise können dann an einem gemeinsamen Massepunkt in der nähe der Booster miteinander verbunden werden. Dadurch entsteht eine gemeinsame Anlagenmasse und es ist dann unwichtig, aus welchem Booster der Digitalpol "K" für die Referenzeingänge stammt, da der Strom seinen Weg über den Massepunkt immer wieder zum richtigen Booster zurückfindet.

Wenn Sie für das digitale Schalten eine eigene Zentrale einsetzen möchten, ist es der beste Weg, dafür auch einen eigenen Booster zu spendieren an dem die digitale Ringleitung "Schalten" startet. Der Digitalpol "J" dieser Ringleitung, sollte dabei nicht mit der oben beschriebenen Anlagenmasse verbunden werden.

Peter Littfinski"

Herzlichen Dank an Peter Littfinski für die prompte und ausführliche Hilfe.

Für mich resultiert daraus, dass ich nun meine Anlage auf jeden Fall mit mindestens 2 Zentralen betreiben werde. Die Anschlüsse J und K werden völlig unabhängig von der ersten Zentrale auf die jeweiligen Optokoppler-Anschlüsse gezogen. So löst sich das Problem scheinbar von selbst auf. ... Wir werden sehen.

Falls jemand zu diesem Problem noch eine Antwort oder Ergänzung hat, melde  er sich bitte. Wenn gewünscht, wird diese dann hier veröffentlicht.

Anschluss der Gleisbesetztmelder (Optokoppler) bei mehreren Boosterkreisen

Ich habe für die Gleisbesetztmelder RS-16-O einen eigene Digitalzentrale mit einer eigenen Ringleitung für die Steuerleitung J und K spendiert. 

Da die Gleisbesetztmelder relativ nahe bei dem jeweiligen Boosterkreis montiert sind, habe ich den Ref-Punkt jeweils direkt am Gleis mit K verbunden. (Früher hatte ich alle Ref-Leitungen zu den zentralen Boostern gezogen und dann gemeinsam an irgendeinem Booster angeschlossen). Das scheint nach den ersten Tests eine vernünftige Lösung zu sein. Kein Flackern und auch nicht irgendwelche Störungen treten mit dieser Lösung auf. Früher hatte ich alle Ref-Leitungen zu den zentralen Boostern gezogen und dann gemeinsam an irgendeinem Booster angeschlossen. Der Kabelsalat wird so auch ziemlich reduziert.

andere Meinungen zum Littfinski Optokoppler

Ich habe selber bis jetzt keine Probleme mit den Rückmeldern. Das Rückmeldekabel, das ich verwende, ist ein doppelt isoliertes EDV-Kabel welches unempfindlich auf Störungen ist. Zudem verwende ich für die Rückmeldung den RS - Bus von Lenz. Die nachfolgende Äusserung kann ich selber nicht bestätigen, kann mir aber vorstellen, dass in einer Umgebung mit dem S88 - Bus die Aussage interessant sein kann.

Hier nun die Antwort von allen 3-Leiter-Fahrern:

Auf keinen Fall die Opto-Koppler benutzen. Sie messen den Strom viel zu feinfühlig, dadurch übertragen sie Dir viel zu viel Mist. Wörtlich, jede Einstreuung wird mitübertragen. - .....- Solltest Du die Optokoppler (OK) schon gekauft und eingebaut haben, so schlagen die Experten folgende Lösung vor: Die OK´s rausnehmen und statt dessen Mäuseklavier einstecken. Dann die Ein- und Ausgänge auf Durchgang stellen. Oder mit einem Draht die Ein- und Ausgänge überbrücken. Dann bekommst Du viel bessere Ergebnisse.

Auslösen ohne Grund

Nun habe ich sie auch, die Probleme mit auslösenden Belegtmeldern, obwohl der Block nicht belegt ist. Es ist in der Tat so, dass die Optokoppler so empfindlich sind, dass sie bei Temperatur- und/oder Luftfeuchtigkeitsschwanken auslösen. Diese scheinbar belegten Blöcke blockieren dann den gesamten Bahnbetrieb.

Auf einem Restaurationsquittungszettel zeichnete mir Markus Schwitter eine Lösung auf, wie mit Dioden diese unerwünschten Signale blockiert werden können. Nur der Zettel ist irgendwo und so musste ich etwas improvisieren. 

Wie wird das Problem gelöst. Ich verwende Dioden des Typs N4002 und montiere diese bei jedem Ausgang. Wichtig ist, dass die Dioden mit der Sperrrichtung gegen das Gleis (also Ring gegen Gleis siehe Foto unten) montiert wird. Ich habe die Dioden zuerst auch falsch herum montiert, dann nützen sie einfach nichts.

Mit der Sperrrichtung gegen das Gleis werden nun die minimalen Ströme gesperrt und wenn dann der Block effektiv belegt wird, ist die Spannung gross genug, dass die Sperrrichtung überwunden wird und der Belegtmelder korrekt anzeigt.

Montierte die Dioden (beachte den Ring!!)

Dass ich nun mit dieser Aenderung der Anschlüsse den Schönheitspreis nicht gewinne, ist mir klar :-)

Letzter Update: 27.01.2013, 16:00